Der Tag, an dem ich meine Lebensmittel online bestellt habe

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Eigentlich konnte ich mir das nie vorstellen. Ich habe ja sicher schon so gut wie alles online bestellt. Computerteile, Fahrräder, Trinknahrung und Proteinpulver. So richtige Lebensmittel noch nie. Das lag vermutlich daran, dass es bislang nur ein eingeschränktes Lieferangebot in meiner Stadt gab. Konkret gab es bislang nur die Möglichkeit, bei Billa online zu bestellen und es sich nach Hause liefern zu lassen.

Die Lieferung nach Hause macht allerdings einen der Beweggründe für den Lebensmittel-Einkauf obsolet: Die Zeitersparnis. Will man sich die Lebensmittel liefern lassen, muss man sich für ein Zeitfenster entscheiden. Das bewegt sich im Zeitraum von mehreren Stunden, für die man dann nicht von daheim weg kann. Außer man will das Tiefkühlgemüse schon mal ein wenig vor der Wohnung auftauen lassen.

Der Gamechanger war für mich das “Click & Collect” Angebot. Man bestellt seine Lebensmittel also online und holt sie dann im gewählten Markt ab. Das geht teilweise sogar noch am selben Tag und von Montag-Samstag gibt es mehrere ultraflexible Zeitfenster. Seit kurzem gibt es “Click & Collect” auch in Grieskirchen und es hat für mich beim ersten Versuch super funktioniert. Und zwar gleich für einen ganzen Wocheneinkauf.

Als erstes habe ich mir mal überlegt, was ich diese Woche so alles kochen werde. Frühstück und Abendessen sind meistens eh Standard, und fürs Mittagessen gibt es eigentlich hauptsächlich den Anspruch, dass man es gut vorbereiten kann und es auch am nächsten Tag noch genießbar ist. Ich habe mir also alle Lebensmittel im Onlineshop zusammengesucht und bestellt. Als Zahlungsmöglichkeit gibt es die Kreditkarte oder die Zahlung vor Ort bei der Abholung. Die Mindesbestellmenge beträgt € 40,00.

Schließlich kam der Tag der Abholung. Rein ins Geschäft und der Bodenmarkierung bis zur “Abhol-Klingel” gefolgt. Nach wenigen Minuten warten kam ein freundlicher Mitarbeiter mit einem gut gefüllten Einkaufswagen. Ich habe noch kurz den Lieferschein unterschrieben und war nach fünf Minuten wieder draußen beim Auto. Also das hat einwandfrei funktioniert.

Was mir ein wenig negativ aufgefallen ist, ist der Umstand, dass meine Lebensmittel in insgesamt fünf Papier-Tragetaschen eingepackt waren. Die wandern dann halt leider in den Müll und das wäre eigentlich nicht notwendig, denn ich hab immer meine eigene Klappbox dabei. Das wäre vielleicht noch eine Erweiterung für den Onlineshop, dass man auswählen kann, ob man seine eigene Transportbox oder Tasche mit dabei hat.

A few moments later

Mittlerweile sind zwei Wochen vergangen und ich habe auch bereits die zweite Bestellung aufgegeben. Leider war es diesmal nicht so erfolgreich, denn zwei Tage vor der Abholung hat sich herausgestellt, dass die wichtigsten Lebensmittel aus der Bestellung nicht verfügbar sind. Wir sprechen hier zB. von Mineralwasser und Tiefkühl-Himbeeren. Hmm. Das zeigt für mich dann doch noch etwas Anlauf-Schwächen in der Logistik, denn meine Bestellung habe ich schon eine gute Woche vor der geplanten Abholung aufgegeben und solche Dinge sind ja normalerweise in jedem Supermarkt immer vorrätig. Viel blöder war allerdings die Tatsache, dass ich über den Umstand der Nicht-Verfügbarkeit gar nicht informiert wurde. Ich habe mir zufällig meine Bestellung noch einmal angesehen.

Wenn es also drauf ankommt, sollte man es sich mehrfach überlegen, was und ob man online bestellt.

Für mich wäre die Online Bestellung samt Filial-Pickup wirklich ideal. Es schützt vor den Versuchungen im Supermarkt und beschleunigt den Einkauf um ein Vielfaches. Ich werde es auf jeden Fall in ein paar Wochen noch einmal testen und hoffe, dass es dann wieder besser klappt.

Disclaimer

Dieser Text entstand in keinerlei Zusammenarbeit mit Billa. Es ist keine bezahlte/unbezahlte Werbung sondern lediglich ein Erfahrungsbericht mit dem einzigen derartigen Anbieter in meiner Stadt.

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